ACHTSAMKEIT – LIEBE DEN RAUM ZWISCHEN REIZ UND REAKTION

Wir alle haben die Erfahrung gemacht, in denen wir nicht ideal reagieren.

Zum Beispiel wenn wir ungerecht kritisiert werden, schlechte Nachrichten hören oder etwas gesagt bekommen, das wir nicht hören wollen.

Zum einen ist unsere erste Reaktion nicht immer die Beste für uns oder für die anderen Beteiligten. Wenn wir auf kindische Wut mit kindischer Wut reagieren, wird die Situation nur weiter eskalieren und wir uns weiter in eine unerwünschte Dynamik verwickeln. (Kennst du auch das gute alte Ping-Pong-Spiel während eines Streits, bei dem Argumente hin und her geworfen werden)

Wenn die besagten „Knöpfe“ gedrückt werden, lösen sie Gefühle und Emotionen aus, die meistens verhindern, dass wir innehalten, bevor wir sprechen. Dann sagen wir Dinge oder schreien unser Gegenüber an, um Spannung abzubauen. Im Nachhinein fühlen wir uns schlecht und verurteilen uns selbst für unsere Reaktion. (Oft wissen unsere Kinder ganz genau, welche „Knöpfe“ sie bei uns drücken müssen und mit denen sie uns provozieren können, damit wir in die Luft gehen).

 Ähnlich verhält es sich auch, wenn wir defensiv oder einfach gedankenlos reagieren und am Ende unsere Worte oder Handlungen bedauern. (Wer lag nicht abends schon mal im Bett und wünschte sich anders reagiert zu haben?!)

„Unsere größte Freiheit liegt zwischen einem Reiz und unserer Reaktion“, 

Viktor Frankl

Wenn du deinen Autopiloten abschaltest und es dir gelingt, nicht automatisch zu reagieren, sondern bewusst den Raum zwischen Reiz und Reaktion zu nutzen spricht man von Achtsamkeit. Sie lässt eine Pause zwischen dem äußeren Reiz und unserer Reaktion darauf entstehen. In diesem Raum kannst du frei entscheiden, wie du darauf reagieren möchtest.

Wenn du dich daran erinnerst, innezuhalten und durchzuatmen, bevor du reagierst, kann sich das Ergebnis komplett verändern.

Letztendlich ersparst du dir eine Menge Schmerz, wenn du tief durchatmest und dich wirklich auf dich selbst und die andere Person einstellst, bevor du reagierst. Das bedeutet nicht unbedingt, dass du nichts sagst, obwohl das in manchen Fällen vielleicht die beste Lösung ist.

Manche Situationen erfordern eine ziemlich unmittelbare Reaktion, aber auch nur ein kurzer Moment der Erdung, bevor du dies tust, kann enorm helfen. An der Situation kannst du ohnehin nichts mehr ändern. Die bösen Worte sind schon gefallen, die Schuldzuweisungen wurden dir schon an den Kopf geworfen, etc. Statt sofort zurück zu schießen, nutze den Raum um bedacht zu reagieren.

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Wenn Du dich das nächste Mal dabei ertappst, wie Du reagieren möchtest, versuche, innezuhalten, und atme in diese Pause tief ein 1 – 2 – 3.

Spüre deine Füße auf dem Boden, die Luft auf deiner Haut, die Geräusche in deiner Umgebung.

Dann lausche auf eine Reaktion, die in dir aufsteigt, anstatt einfach das Erste zu tun, was dir in den Sinn kommt. Anstatt automatisch zu reagieren, sei neugierig und offen. Frage dich wie dein bestes Ich reagieren würde. Welche Reaktion wäre jetzt hilfreich für dich?

Vielleicht stellst du fest, dass in diesem Moment die Möglichkeit besteht, über die Reaktion hinaus in den subtileren und kreativeren Bereich der Reaktion zu gelangen, in dem etwas Neues geschehen kann.

Dich zu beobachten, ohne zu bewerten, ist der erste Schritt. Du kannst den Raum zwischen Reiz und Reaktion selbst gestalten. Du beobachtest, was um dich herum geschieht und was in deinem Körper geschieht. Im zweiten Schritt kannst du wählen, wie du reagieren möchtest.

Mit Achtsamkeit kannst du dir den Raum zwischen Reiz und Reaktion selbst erschaffen.


Tags

Achtsamkeit, Herausforderungen, Klarheit, Reiz und Reaktion


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